Marias bunter Wolkenfreund

Es war einmal, in einem kleinen, gemütlichen Haus, lebte ein Mädchen namens Maria. Ihr Herz war voller Regenbogen und ihre Augen strahlten wie Sterne. Maria war fünf Jahre alt und liebte es, sich neue Dinge auszudenken. Sie malte die wildesten Bilder und baute die höchsten Türme aus Bauklötzen.

Ihr Lachen klang wie kleine Glöckchen. Ihre Lieblingsbeschäftigung war, aus dem Fenster zu schauen und die Wolken zu beobachten. Sie stellte sich vor, wie die Wolken am Himmel tanzten und spielten. „Ich wünschte, ich könnte mit ihnen spielen! ", flüsterte sie manchmal. Ihre Fantasie war ihr bester Freund.

An diesem Abend kuschelte sie sich in ihr weiches Bett, während der Mond schon milde durch das Fenster schien. Ein Gefühl von Neugier erfüllte sie. „Was könnten die Wolken wohl heute erleben? ", fragte sie sich. Da sah Maria etwas Besonderes.

Eine kleine, flauschige Wolke schwebte nicht hoch am Himmel, sondern tiefer, direkt vor ihrem Fenster. Aber diese Wolke war anders als alle anderen. Sie war nicht strahlend weiß. Nein, diese Wolke leuchtete in den schönsten Farben! Sie war violett, orange und grün. Maria rieb sich verwundert die Augen. „Oh!

", rief sie erstaunt. „Eine bunte Wolke! " Die Wolke schien zu nicken und schwebte noch näher. Maria konnte ihre sanfte, flauschige Oberfläche fast schon fühlen. „Hallo, bunte Wolke! ", flüsterte Maria leise. „Warum bist du so anders? " Die Wolke, die Maria nun Wolki nannte, schien darauf zu antworten.

Sie tanzte ein wenig hin und her. Wolki war ein wenig schüchtern, das spürte Maria sofort. „Die anderen Wolken sagen, ich sei komisch", formte Wolki leise mit einem Wölkchen-Lächeln. „Sie sind alle weiß und finden meine Farben seltsam. " Maria schüttelte den Kopf. „Aber deine Farben sind wunderschön!

", sagte sie mit leuchtenden Augen. „Das macht dich doch besonders und einzigartig! " Wolki schwebte ein wenig höher und strahlte jetzt noch heller. Maria spürte warme Freude in ihrem Herzen. Sie streckte vorsichtig ihre Hand aus und berührte die Wolke.

Es fühlte sich an wie eine Mischung aus Baumwolle und Sonnenstrahlen. „Möchtest du mit mir spielen? ", fragte Maria. Wolki tanzte aufgeregt und formte sich zu einem lachenden Gesicht. „Ja, sehr gerne! ", strahlte die bunte Wolke. Maria und Wolki spielten das schönste Versteckspiel.

Maria versteckte sich unter ihrer Decke und Wolki schwebte hinter den Bäumen hervor. Sie lachten so laut, dass die Sterne am Himmel zu zwinkern begannen. Maria erzählte Wolki von ihren Playmobils und ihren bunten Zeichnungen. Wolki erzählte von den fantastischen Geschichten, die sie am Himmel erlebt hatte.

„Weißt du, Wolki", sagte Maria nach einer Weile, „es ist toll, dass du anders bist. Stell dir vor, alle Wolken wären gleich. Das wäre doch langweilig! " Wolki ließ ein kleines, buntes Glitzern regnen. „Du hast recht, Maria! ", rief Wolki fröhlich. „Meine Farben sind ein Geschenk!

" Sie verstanden, dass es das Beste war, genau so zu sein. Die anderen Wolken bemerkten das fröhliche Spiel. Erst waren sie neugierig, dann ein wenig neidisch. Schließlich schwebten auch sie näher, ihre weiße Farbe schien im Mondlicht sanft zu leuchten. „Dürfen wir auch mitmachen?

", fragte eine kleine weiße Wolke vorsichtig. Wolki nickte und Maria lächelte breit. Eine kleine Lektion hatte ihren Weg gefunden. Die bunten Farben von Wolki vermischten sich mit dem reinen Weiß der anderen Wolken. So entstanden wunderschöne neue Schattierungen am Abendhimmel. Es war ein zauberhafter Anblick.

Maria merkte, wie wichtig es war, die Einzigartigkeit jedes Einzelnen zu lieben. „Jeder ist besonders, egal ob bunt oder weiß", dachte sie. Sie gähnte und kuschelte sich tiefer in ihre Decke. Wolki tanzte nun wieder hoch am Himmel, aber Maria wusste, dass sie immer einen besonderen Freund haben würde.

Wolki leuchtete dabei sanft am Himmel. Der Mond sang nun ein Schlaflied und Maria schloss ihre Augen. Sie wusste, dass sie eine wunderbare Erinnerung in ihren Träumen haben würde. Mit einem Lächeln auf den Lippen schlief Maria tief und fest.

Der bunte Wolkenfreund lächelte zurück, während er im Traum Marias spielte.